MEINE BESCHEIDENEN ANFAENGE

Ich habe viele Jahre meines Lebens in Palo Alto verbracht, der Stadt, die um die Universitaet von Standford herum entstanden ist. Meine Eltern hatten nie viel Geld – wir lebten nicht im wohlhabenden Teil dieser Stadt – aber wir mussten nie darben (ausser existentiell), und wir wurden immer ermutigt, vor allem hinsichtlich unserer Kreativitaet.

(Meine Mutter hatte sich hauptsaechlich dieser Aufgabe angenommen. Sie erfand ueber alles, was wir unternahmen, skurrile Lieder, Pooh dem Baeren nicht unaehnlich, und auch ganz ausserordentliche Halloween-Kostueme – in einem Jahr kreierte sie fuer mich ein Wikingerkostuem, ein hoelzerner Kleiderbuegel diente als Hoerner fuer meinen Helm, und aus einer pelzigen Badematte machte sie eine Weste. Einfach genial.)

Ich ging nicht auf die Uni wie alle meine Freunde (und, wenn wir es genau nehmen, wie der Rest meiner Familie). Ich war viel mehr daran interessiert, gleich arbeiten zu gehen und alleine zu leben, d.h. fuer mich selbst zu sorgen, und somit begann ich nach der Schule mit einer Reihe von ziemlich abscheulichen Jobs, die auf so tragische Art meine Leben gepraegt haben. Ich habe Ziegel gestapelt, Tacos zubereitet, Schuhe verkauft, Versicherungen verscherpelt, Darlehen eingetrieben – natuerlich nicht alles zur selben Zeit, aber ihr koennt euch vorstellen, wie es mir erging – und ich arbeitete noch an anderen Dingen, wenn ich dafuer Zeit fand.

Zu all diesen unterschiedlichen Projekten gehoeren auch einige Jahre in einer Rockgruppe, das Moderieren einer Talkshow im Radio, das Gestalten von gewerblicher und auch weniger gewerblicher Kunst, Schauspielerei und anderen seltsamen Taetigkeiten.

Unsere Band hies »Idiot«, und ich bereue heute noch, dass wir alle unserer Wege gingen und die Gruppe sich aufloeste, als wir endlich mit der Schule fertig waren und tatsaechlich etwas Richtiges auf die Beine haetten stellen koennen. Da steckte so viel Kreativitaet drin, so viel Talent – einige der Bandmitglieder machen heute noch beruflich Musik –, aber vor allem waren wir originell. So etwas wie uns gab es nicht noch einmal. Ab und zu haben wir uns als andere Bands ausgegeben - Wheatstraw (eine Boogieband aus Nebraska), Xander Povar and His Soul Commandos, the Bay Cruisers (eine Art Bay City Rollers, die aus lauter Teenager-Idolen bestand) – zuerst sind wir »verkleidet« aufgetreten, um während der Zugabe dann unsere wahre Identitaet preiszugeben. Wir haben Sachen in die Luft gesprengt. Wir haben alle möglichen Dinge angezuendet. Wir haben Lieder ueber Bowling und Wuehlmaeuse und luxurioese Wohnwagen und den Weltuntergang geschrieben. Wir waren unserer Zeit ein Stück voraus. Es hat grossen Spass gemacht.

Dabei hatte ich jedoch immer den festen Vorsatz im Hinterkopf, dass ich etwas Kreatives tun wollte, dass mir tatsaechlich Geld einbringen wuerde, damit ich endlich aufhoeren konnte, scheussliche Jobs zu uebernehmen, um an Geld zu kommen. Ehrgeiz ist wie „Tinkerbell“ – wenn wir aufhoeren, daran zu glauben, sterben beide. Also gab ich nicht auf und zog weiterhin meine unterschiedlichen Projekte durch, nur dass ich mich mehr und mehr aufs Schreiben konzentrierte. Als ich den Brief von DAW erhielt, dass sie meinen ersten Roman Tailchaser's Song (Traumjaeger und Goldpfote) kaufen wuerden, war ich gleichermassen aufgeregt und erleichtert - irgendwie kam mir an diesem ersten Tag nie der Gedanke, dass sich meine veroeffentlichten Buecher, wenn sie denn erst einmal veroeffentlicht waren, nicht verkaufen koennten, obwohl dies natuerlich moeglich gewesen waere und es immer noch ist.

Ich bin jeden Tag wahnsinnig dankbar dafuer, dass ich tun darf, was ich wirklich tun moechte und was mir Spass macht, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Jedes Mal, wenn der Druck der Arbeit und des Lebens anfaengt, mir die Laune zu verderben, erinnere ich mich einfach daran, wie es war, den Kunstladen an der Schnellstrasse zu fuehren (dessen Besitzer nicht ueber einen Funken Verstand verfuegte), oder wie es war, als der zornige Kunde bei Kinney's Shoes mir die Sandale, die im Sonderangebot $ 3,99 kostete, um die Ohren schlug, weil er mir nicht glauben wollte, dass ich wirklich keine Ahnung hatte, wo sich das Gegenstueck befand. Danach geht es mir auf einmal wieder besser. Viel besser.


Klett-Cotta — Die Verlagsgemeinschaft Klett-Cotta, 1977 ins Leben gerufen, übernahm die über dreihundert Jahre alte Tradition des berühmten Cotta-Verlages und verband sie mit dem Verlagsnamen Klett des Verlages von Ernst Klett. Nicht nur veroeffentlicht Klett-Cotta Tads Buecher in Deutschland, sie haben Tad und seinen Werken eine ganze Webseite gewidmet, in der ausfuehrliche Informationen und Exklusives fuer Tads hingebungsvolle Fans zusammengestellt ist.

Auf der Klett-Cotta-Website finden sich außerdem Links zu weiteren Informationen, und man kann sich fuer die Mailingliste der Tad-Williams-Fans anmelden. Die Mailingliste wurde von Fans aufgebaut. (Weitere Informationen unter FAQ.) Fans koennen sich auch am Tad-Williams-Forum beteiligen

Otherland – das Hoerspiel — Die Website fuer das Otherland-Hoerspiel des deutschen Radiosenders Hessischer Rundfunk

Der Hoerverlag (Deutschland) — Hier erscheint die Hoespielfassung der deutschsprachigen Otherland-Serie und die Hoerbuchfassung von Der brennende Mann.

Das Magazin Pandora — Tads Erzaehlung Das Schriftstellerkind, wunderschoen illustriert von Dieter Juedt, ist die Titelgeschichte der ersten Ausgabe von Pandora. Pandora wird von dem kleinen Verlag Shoyol herausgegeben.

Otherland Buchhandlung — Berlins weltbekannte Buchhandlung fuer Science Fiction & Fantasy. Vor allem ist das Interview, dass Tad Boris Koch für das Rollenspielmagazin Mephisto gegeben hat, im Magazinteil zu empfehlen

Osten Ard Portal — Eine deutschsprachige Fan-Website mit umfangreichen Informationen zu Tads Buechern und mehr - inklusive einem Message Board.

Tad Williams auf Phantastik-Couch.de — Das Online-Magazin fuer phantastische Literatur. Inklusive Interview mit Tad (auf Englisch) vom Maerz 2007. „Little tiny people are more interesting and heroic“

Interview mit Tad Williams auf flash-zine.de — Flash - Das Rezensionsmagazin für das Phantastik-Genre

Tad-Williams-Interview mit Spiegel Online.

Deutscher Taschenbuch Verlag — Hier erschienen die Taschenbuchausgaben von Die Stimme der Finsternis, Die Insel des Magiers und Der brennende Mann

Fischer Verlage — Der deutsche Verlag von Traeumjaeger und Goldpfote, Das Geheimnis der Großen Schwerter und Die Insel des Magiers

Piper Verlag – Fantasy — Der deutsche Verlag des Kurzgeschichten-Sammelbandes Legenden, herausgegeben von Robert H. Silverberg.

Verlagsgruppe Random House Bertelsmann/Heyne — Hier erscheinen die Taschenbuchausgaben der Otherland-Serie und von Der Blumenkrieg

Tad Williams bei Wikipedia — Die deutsche Wikipedia-Seite ueber Tad